Gesundheitsbroschüren

Informationen und Beratung

A-plus Apotheken bieten ihren Kunden nicht nur freundliche und kompetente Beratung:

Damit Sie die Möglichkeit haben, die erhaltenen Informationen zu Hause weiter zu vertiefen, können Sie hier als kostenlosen zusätzlichen Service produkt- und herstellerneutrale Informationstexte einsehen. Fast alle Krankheitsfelder, Risikofaktoren bzw. Präventionsbereiche werden durch eine Broschüre abgedeckt.

Kopfläuse – Lästige Plagegeister

Schon wenn man von ihnen spricht, beginnt es bei vielen zu jucken. Die Rede ist von Kopfläusen, mit lateinischem Namen Pediculi capitis. Die flügellosen, Blut saugenden Insekten sind nur 2-3,5 mm groß und als Parasiten auf den Menschen spezialisiert. Anders als häufig behauptet wird, kann der Befall jedoch nicht auf mangelnde Hygiene zurückgeführt werden. Läuse fühlen sich auch auf sauberen Köpfen pudelwohl. Ebenso stimmt es nicht, dass sich Läuse bevorzugt in langen Haaren tummeln, nur können sie sich hier besser verstecken.

Kurzum: Es muss einem nicht peinlich sein, Kopfläuse zu haben – allerdings sollte man im Fall der Fälle rasch reagieren, um die lästigen Plagegeister nicht auf andere Menschen zu übertragen.

Woran Sie merken, dass sich Läuse bei Ihnen eingenistet haben, und wie Sie sie zuverlässig wieder loswerden, das lesen Sie in dieser Broschüre. Bei Fragen hilft Ihnen Ihr A-plus Apotheken-Team gerne weiter.

Woher weiß ich, dass ich Läuse habe?

Mehrmals täglich führt die Laus ihren Stechrüssel in die Kopfhaut ein und saugt einige Milliliter Blut. Dabei injiziert sie eine winzige Menge „Läusespucke“. Dieser Läusespeichel löst einen starken Juckreiz aus, der bei einem Erstkontakt allerdings auch erst nach Wochen eintreten kann. Durch Kratzen können sich offene Hautstellen bilden, die sich leicht entzünden. Wenn zusätzlich Bakterien eintreten, beginnen die Stellen zu eitern und heilen dann oft schlecht ab.

Deshalb gilt: Schon beim geringsten Verdacht sollten Sie Ihre Haare kontrollieren. Dazu teilt man diese in feine Strähnen ab und kämmt sie Strich für Strich durch. Häufiger als die Läuse selbst findet man dabei allerdings die so genannten Nissen. Als Nissen werden sowohl die Läuseeier, als auch die leeren Eikapseln bezeichnet. Sie sind mit bloßem Auge als kleine Punkte sichtbar und kleben besonders in der Nähe der Haarwurzeln an den Haaren fest. Läuse wie Nissen findet man hauptsächlich an den Schläfen, hinter den Ohren und im Nacken. Geeignete Hilfsmittel zur Diagnose und Entfernung sind spezielle Läuse- und Nissenkämme sowie eine Lupe. Bei Vernachlässigung der Haarpflege können die Nissen mit Hautsekreten und Eiter zu einem übel riechenden Zopf verfilzen, in dem die Läuse massenhaft nisten. Im weiteren Verlauf ist eine Anschwellung der Lymphknoten im Nackenbereich zu beobachten. Dieser Zustand der Verwahrlosung ist in Deutschland allerdings überaus selten.

So beenden Sie die „lausigen“ Zeiten

Läuse sind überaus fruchtbare Tiere. Eine weibliche Laus legt in ihrem kurzen Leben von ungefähr 30 Tagen bis zu 300 Eier. Diese werden perlschnurartig mit einem widerstandsfähigen Klebesekret am Haar befestigt. Die Nissen lassen sich also nicht einfach abstreifen oder mit Wasser auswaschen. Und so schlüpfen aus den Eiern nach acht bis zwölf Tagen die Larven. Nach weiteren knapp zwei Wochen ist die nächste Läusegeneration geschlechtsreif. Es gilt also, schnell und entschlossen zu handeln, auch wenn Kopfläuse in unseren Breiten keine gefährlichen Krankheiten übertragen.

Ihre A-plus Apotheke hält verschiedene chemisch oder physikalisch wirkende Präparate bereit, die Kopfläuse schnell und wirksam beseitigen. Chemische Präparate töten die Läuse direkt durch Einwirkung auf deren Nervensystem ab.

Physikalisch wirkende Präparate verkleben die Atemöffnungen der Läuse und Nissen und führen so zu deren Erstickung. Ihre Anwendung ist unbedenklich, da sie keine Allergien hervorrufen und nicht hautreizend sind.

So gehen Sie am besten vor

  • Wenden Sie die Mittel streng nach Gebrauchsanweisung an und halten Sie die Einwirkzeiten ein. Augen, Mund und Nase sollten vor allem mit den chemischen Wirkstoffen nicht in Berührung kommen, da diese die Schleimhäute reizen.
  • Abgetötete Läuse und Eier werden durch Kämmen mit einem Läusekamm – seine Zinken stehen enger zusammen als bei einem normalen Kamm – entfernt. Nach Anwendung einer Haarspülung geht das am besten!
  • Die Eier (Nissen) werden nicht so zuverlässig abgetötet wie die Läuse selbst, denn sie sind sehr widerstandsfähig. Ihr Chitinpanzer schützt sie vor äußeren Einflüssen. Gerade deshalb ist es unbedingt erforderlich, alle Nissen aus dem Haar zu entfernen: Das nasse Auskämmen sollte möglichst am dritten und fünften Tag nach der Behandlung wiederholt werden.
  • Um die aus überlebenden Nissen nachgeschlüpfte Läusegeneration zu erfassen, müssen Sie die Anwendung der Mittel nach 8-10 Tagen wiederholen.
  • Mit zwei weiteren Kontrolluntersuchungen durch nasses Auskämmen am 13. und 17. Tag können Sie die Behandlung abschließen.
  • Für Schwangere, Stillende, Säuglinge und Kleinkinder ist vor der Anwendung der Arzneimittel gegen Läuse eine ärztliche Beratung erforderlich.
  • Sind Augenbrauen oder Wimpern mit befallen, suchen Sie bitte einen Augenarzt auf.

Auch die Umwelt muss behandelt werden

Um Läuse sicher loszuwerden, sind neben der medikamentösen Behandlung weitere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich:

  • Läuse können sich nicht nur am Menschen aufhalten, sondern auch Kleidungsstücke, Bettwäsche, Kissen, Kuscheltiere, Bürsten und Kämme befallen. Alle waschbaren Gegenstände sollten daher bei mindestens 60 °C oder bei niedrigeren Temperaturen mit einem speziellen Läusewaschmittel gereinigt werden.
  • Nicht waschbare Gegenstände sollten Sie über einen Zeitraum von mindestens sieben Tagen isolieren. Stecken Sie sie in eine gut verschlossene Plastiktüte. Die Läuse verhungern, wenn sie keine Gelegenheit haben, regelmäßig Blut zu saugen.
  • Ebenso können Sie Gegenstände in einer Plastiktüte in den Tiefkühlschrank legen. Nach 24 Stunden sind die Läuse erfroren. Auch eine Behandlung der Kuscheltiere im Wäschetrockner bei 50 °C über 60 Minuten ist eine wirkungsvolle Maßnahme.
  • Polstermöbel, Teppichböden, Matratzen und Kopfstützen im Auto können Sie mit dem Staubsauger reinigen: mit maximaler Saugleistung und anschließender Entsorgung des Staubbeutels.

Stoppen Sie die Verbreitung von Läusen

Läuse können weder fliegen noch springen. Sie werden durch direkten Kontakt, also von Kopf zu Kopf, oder aber indirekt durch gemeinsam genutzte, verlauste Kopfbedeckungen, Kissen, Decken, Haarbürsten, Kämme oder Kuscheltiere übertragen. Das können Sie dagegen tun:

  • Die Kontakte in der Familie, aber auch in Kindergärten, Schulen und Heimen sind in der Regel sehr eng. So ist die Gefahr der Übertragung besonders groß beim Kuscheln und durch dicht zusammenhängende Kleidung und Wäsche. Handtücher und Garderobe sollten deshalb getrennt aufbewahrt, Kissen, Kopfbedeckungen und Schals nicht untereinander vertauscht und auch Kämme nicht gemeinschaftlich benutzt werden.
  • Bei festgestelltem Kopflausbefall darf ein Kind keine Gemeinschaftseinrichtungen (Kindergärten, Schulen, Heime) mehr besuchen und diese müssen unverzüglich informiert werden.
  • Die Kontrolle und Behandlung von Kindergarten- und Schulkindern obliegt den Eltern. Sie sind auch verpflichtet, die Durchführung einer Behandlung mit einem zugelassenen Kopflausmittel zu bestätigen. Welche das sind, erfahren Sie in Ihrer A-plus Apotheke.
  • Nach einer durchgeführten Erstbehandlung können die Kinder am nächsten Tag den Kindergarten oder die Schule wieder besuchen.
  • Die Leitung einer Einrichtung kann ein ärztliches Attest verlangen. Bitte informieren Sie sich im Bedarfsfall dort direkt.
  • Alle Familienmitglieder müssen mindestens 14 Tage lang gründlich auf Läuse und Nissen untersucht und gegebenenfalls mitbehandelt werden.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.